Querfeldeinmarathon - Schneckenlohe

Start in Schneckenlohe

Sonntag, 05.10.2008. 8:00 Uhr 2°C Außentemperatur.
Ein denkwürdiger Tag in der Geschichte des ungemein erfolgreichen aber noch zu gründenden Brennersgrüner Radsportvereins (B)Rennpunkt e.V. Als Saisonhöhepunkt und neben dem Frankenwaldradmarathon als zweitem großem Event im Jahr 2008, stand der Start beim 6. Querfeldein MTB Marathon über 35km in Schneckenlohe auf dem Plan.
Dafür machten sich die 2 Starter des Vereins um 8:00 Uhr auf den Weg um sich dann pünktlich um 9:30 (auf den meisten Uhren auch 9:32) auf die 35km lange Strecke zu begeben. Ganze 850 Höhenmeter und ein unbekanntes Etwas namens Gubel, die ja zum Glück dieses Jahr auf Grund des „trockenen“ Wetters befahrbar war, lagen vor den Startern.
Zunächst galt es die „Einsteigerrunde“ von 17 km zu absolvieren um anschließend für den anspruchsvolleren Teil der Runde gewappnet zu sein. Doch schon diese Einsteigerrunde zeigte ziemlich schnell ihre Tücken. Knackige Anstiege und steile, glitschige sowie mit Steinen und Wurzeln durchzogene Waldabfahrten forderten ziemlich schnell ihren Tribut. Zahlreiche Schläuche mussten gewechselt (hier blieben wir zum Glück noch verschont) und etliche Fahrer durften sich aus der Waagerechten wieder auf ihre Bikes schwingen. Einer unserer Fahrer hatte auch gleich zweimal das Vergnügen (Basti war es nicht), was aber ohne größere Folgen blieb. Außer vielleicht einem kleinen Mangel an Motivation, was sich aber mit der Zeit wieder legte. Vorbei an sensationsgeilen Reportern, die sich genau da postierten, wo die Gefahr von Stürzen am größten war und die durch die Reporter noch zusätzlich angeheizt wurde, näherte sich dann auch schon die erste Verpflegungsstelle bei 17km. Noch einmal in wilden Drifts eine rutschige Wiese in Serpentinen „hinunter gleiten“ und der erste Teil der Strecke war geschafft.
Der Zweite begann dann etwas leichter mit, man glaubt es kaum, asphaltiertem Radweg. Das Vergnügen hielt aber nur ca. 2km an, bevor es wieder ab in den Wald ging, wobei man sich öfters mal fragte, wo zum Henker ist hier der Weg. Die ganze Berg und Talfahrt durch die Wälder gipfelte dann zunächst in einem Anstieg, auf dem das Fahrrad als „Gehhilfe“ missbraucht werden musste, weil man ohne dessen bremsende Wirkung, selbst im Stehen den Berg wieder hinunter gerutscht wäre. Völlig außer Atem erreichten aber trotzdem beide Starter den Gipfel um sich gleich darauf wieder todesmutig durch den Wald dem Tal entgegen zu werfen. Was sich auf Grund der steiler und nasser also schlammiger werdenden Hänge sowie der abnehmenden Kraft und Konzentration als zunehmend schwierig erwies. Und dann nach dem letzten größeren Anstieg war sie endlich da, die „Gubel“.

basti_fahrrad

Das Schild „Achtung Gefährliche Abfahrt“ gewann hier eine ganz neue Bedeutung. Durch teilweise mehr als 15 cm tiefen Schlamm ging es in Serpentinen durch den Wald steil bergab ins Tal. Bei jeder Kehre hoffte man auf neue, bitte lass mich herumkommen, da die Räder trotz gezogener Bremse nicht langsamer sondern eher noch schneller wurde. Teilweise war es wie Schlittenfahren im Sommer (nur leider im Wald). Kurz vor dem Tal und direkt am steilsten Stück der Abfahrt, gab ein Schlauch dann doch vor Erschöpfung den Geist auf. Was unsere Teilnehmer aber wahrscheinlich auch vor schlimmeren Folgen dieses Stückes bewahrt hat. Wie immer hat unser Glückskind Basti auch hier wieder Glück im Unglück, denn nur 10m weiter wartete schon ein Ordner mit einem Ersatzschlauch. Nicht auszudenken, wenn diese Panne mitten im Wald passiert wäre. Nach dieser kleinen Zwangspause fiel der restliche Weg ins Ziel dann relativ leicht, welches dann sogar in deutlich unter 3 Stunden erreicht wurde.
Mit besseren Platzierungen als in den kühnsten Träumen erhofft (Plätze 17 und 18) und ohne Ausfälle wurde dies ein gelungener Saisonabschluss für alle Beteiligten. Wenngleich die gute Platzierung auch im überschaubaren Starterfeld begründet liegt. Trotzdem können diese Ergebnisse aufgrund der erstmaligen Teilnahme und des geringen Trainingsaufwandes als Erfolg gewertet werden. Ziel ist es natürlich im nächsten Jahr eine Leistungssteigerung zu erzielen. Denn trotz aller Strapazen werden wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit am Start sein.
Gubel wir kommen wieder. Diesmal sind wir vorbereitet.
Stefan W.
Und zum Schluss noch ein paar Impressionen vom Marathon: